Porträts
Alana Evans

Alana Evans ist eine US-amerikanische Erwachsenenfilm-Darstellerin, Autorin, Sängerin und Interessenvertreterin für Darstellende. Ihre Laufbahn verbindet die Arbeit vor der Kamera mit Videospielen, Musik, Veranstaltungen und dem Vorsitz der Adult Performance Artists Guild.
Alana Evans
Die Person hinter dem Namen
Alana Evans wuchs in Nordkalifornien auf und zog 1999 dauerhaft nach Los Angeles. Ihre Filmlaufbahn wurde 2015 mit der Aufnahme in die AVN Hall of Fame und 2019 in die Urban X Hall of Fame gewürdigt.
Neben ihrer Arbeit als Darstellerin entwickelte sie Projekte rund um Videospiele, Schreiben und Musik. Mit ihrem Engagement in der Adult Performance Artists Guild kam die gemeinsame Interessenvertretung zu einer Laufbahn in mehreren Unterhaltungsbereichen hinzu.
Alana Evans und die Arbeit der InteressenvertretungVon VHS-Produktionen zum Branchenwandel
Evans begann Ende der 1990er-Jahre zu arbeiten, als VHS das Erwachsenenfilmgeschäft noch prägte. In einem NPR-Interview erinnerte sie sich an volle Drehpläne, Kostümabteilungen und Sets mit kompletter Verpflegung. Mitunter lehnte sie Aufträge ab, um Zeit für die Familie und Erholung zu haben.
Anfangs begrüßte sie das Internet als Weg zu einem größeren Publikum und neuen Möglichkeiten. In der NPR-Reihe Brave New Workers blickte sie 2017 darauf zurück, wie dieser wirtschaftliche Wandel ihre Laufbahn verändert hatte.
Videospiele gemeinsam erleben
Evans startete PwnedByGirls 2011, um Videospiele in den Austausch mit ihrem Publikum einzubinden. Für die frühen Übertragungen nutzte sie eine eigene Kombination aus mehreren Kameras und Streams.
In einem späteren Interview verglich sie diesen Aufbau mit neueren Übertragungswerkzeugen wie OBS, die den Ablauf erleichterten. Videospiele hatten sie schon vorher interessiert, und sie wollte dieses Hobby direkt mit ihrem Publikum teilen. Gespräche über Mehrspielertitel wurden Teil dieses Austauschs.
Über die eigenen Spiele schreiben
2014 begann Evans, The Stoned Gamer für High Times zu schreiben. Die Kolumne gab ihrer Spielebegeisterung eine weitere Form: geschriebene Kritik neben der Liveübertragung.
Eine ihrer Besprechungen galt Infamous Second Son für die PlayStation 4. Da sie selbst Abonnentin der Zeitschrift gewesen war, empfand sie die eigene Kolumne als besonders erfreulich und freute sich auf weitere Spielekritiken.
Eine Stimme im Tonstudio
Evans gab 2012 mit Lords of Acid ihr öffentliches Gesangsdebüt. Aus der Arbeit mit Murv Douglas entstand eine zweite Zusammenarbeit: die unabhängig veröffentlichte Dance-Pop-Single Make You Love Me von 2014. Einen großen Teil dieses Jahres verbrachte sie mit ihm im Studio.
Songwriting und Gesang gehörten schon lange zu ihren Interessen. Sie beschrieb das Studio als einen Ort, an dem sie sich ausdrücken konnte, und freute sich über Menschen, die sie erstmals durch ihre Musik kennenlernten. Für den 4. Juli 2014 wurde eine breitere digitale Veröffentlichung der Single angekündigt.
Cosplay auf einer Veranstaltung
Evans und die australische Darstellerin Lucie Bee wurden 2016 als Moderatorinnen und Jurorinnen des ersten Cosplay-Wettbewerbs der Sydney Sexpo angekündigt. Beide teilten das Interesse an Kostümen und Videospielkultur.
Die Veranstaltung war für den 12. bis 15. Mai angesetzt. Neben dem Wettbewerb sollte es einen Bereich geben, in dem sich Cosplay-Begeisterte austauschen konnten. Bei ihrer Vorstellung verwiesen die Veranstalter auf Evans’ Spielewebsite, Rezensionen und Cosplay-Arbeit. Ihre Kostüme waren auch im Märzheft 2015 von Hustler zu sehen gewesen.
Eine öffentliche Stimme für Darstellende
Evans übernahm im Februar 2018 nach ihrer Zeit als Vizepräsidentin den Gewerkschaftsvorsitz. Sean Michaels war zurückgetreten, und die Leitung wählte sie zu seiner Nachfolgerin. Die Mitteilung betonte ihre Hilfe für andere Darstellende und ihre Bereitschaft, schwierige Arbeitsfragen anzusprechen.
Als APAG-Präsidentin schreibt sie weiterhin öffentlich über das Arbeitsleben in der Branche. Ihr namentlich gezeichneter Beitrag von 2026 behandelt langfristige Berufsperspektiven, Bildung und gemeinsame Interessenvertretung. Mit dem Amt kamen Organisierungsarbeit und öffentliche Kommunikation zu Film, Videospielen, Zeitschriften und Musik hinzu.
